Wer Fachkräfte und Führungskräfte sucht, sollte sich nicht von traditionellen Rollenbildern leiten lassen. Eine Schweizer Studie zeigt: Frauen werden in typischen Männerberufen seltener berücksichtigt, Männer in klassischen Frauenberufen sogar noch stärker benachteiligt. Für dich als Geschäftsführer bedeutet das: Wenn du A-Mitarbeiter gewinnen willst, musst du Potenziale erkennen, statt auf Schablonen zu setzen. Damit kannst du wirkliche Diamanten finden.
Geschlechterstereotype können dich die besten Mitarbeiter kosten
Du suchst einen Experten für eine technische Position oder eine neue Kraft die deinem HR Bereich neue Flügel verleiht? Dann solltest du genau prüfen, ob deine Erwartungen an den idealen Kandidaten tatsächlich etwas mit seiner Qualifikation zu tun haben. Denn unbewusste Vorstellungen darüber, wer zu welchem Beruf passt, können deine Personalauswahl beschränken.
Eine in der Fachzeitschrift Nature veröffentlichte Studie von Dominik Hangartner, Daniel Kopp und Michael Siegenthaler zeigt, wie stark traditionelle Muster wirken können. Die Forscher analysierten Daten einer Schweizer Online-Jobplattform und untersuchten, wie häufig Arbeitgeber männliche und weibliche Arbeitssuchende kontaktierten. Dabei wurden unterschiedliche Qualifikationen berücksichtigt und herausgerechnet.
Das Ergebnis: Beide Geschlechter hatten Nachteile, wenn sie sich für Berufe interessierten, in denen überwiegend das jeweils andere Geschlecht arbeitet, auch wenn sie gleich qualifiziert waren.
Männer in Frauenberufen stärker benachteiligt als umgekehrt
In den fünf am stärksten männerdominierten Berufen wurden Frauen rund 7 Prozent seltener kontaktiert als vergleichbare Männer. In den fünf am stärksten frauendominierten Berufen wurden Männer sogar rund 13 Prozent seltener kontaktiert als vergleichbare Frauen.
Die Wissenschaftler berücksichtigten dabei Qualifikationen und weitere Merkmale, die für Personalverantwortliche sichtbar waren. Die Unterschiede lassen sich also nicht einfach durch unterschiedliche berufliche Voraussetzungen erklären.
Für deine Personalstrategie ist dabei weniger entscheidend, welches Geschlecht stärker benachteiligt wird. Viel wichtiger ist die Erkenntnis, dass Unternehmen möglicherweise qualifizierte Kandidaten übersehen, weil diese nicht ihrem gewohnten Bild eines passenden Mitarbeiters entsprechen.
Und genau hier liegt ein Risiko: Wer geeignete Bewerber vorschnell aussortiert, verkleinert seinen Kandidatenpool und verzichtet möglicherweise auf echte A-Mitarbeiter.
A‑Mitarbeiter erkennen, statt sich mit C-Mitarbeitern zufriedenzugeben
Gerade im Mittelstand kann eine Fehlbesetzung erhebliche Folgen haben. Du brauchst Fach- und Führungskräfte, die Verantwortung übernehmen, fachlich überzeugen und dein Unternehmen voranbringen. Doch solche A-Mitarbeiter findest du nicht unbedingt dort, wo du sie aufgrund bisheriger Erfahrungen vermutest.
Die Studie beweist nicht, dass dadurch zwangsläufig schlechtere Mitarbeiter eingestellt werden. Der Verdacht liegt aber nahe, dass durch diese Vorauswahl Potenzial verschenkt wurde. Für dich als Geschäftsführer und Entscheider heißt das: Entscheidend sind Kompetenzen, Leistungsbereitschaft, Persönlichkeit und die Passung zu den tatsächlichen Anforderungen der Position.
Gute Beratung und zielführende Unterstützung erweitert deinen Blick auf den Kandidatenmarkt
Eine professionelle Beratung sollte nicht einfach nur Bewerber vermitteln. Sie muss verstehen, welche Fähigkeiten dein Unternehmen wirklich braucht, geeignete Kandidaten identifizieren und deren Potenzial systematisch bewerten. Gerade dann, wenn die besten Fach- und Führungskräfte nicht dem erwarteten Profil entsprechen. Ein exakter Benchmark ist hier sehr zu empfehlen.
Dazu gehört ein klar definiertes Erfolgsprofil: Welche fachlichen und überfachlichen Kompetenzen sind unverzichtbar? Welche persönlichen Eigenschaften machen jemanden in dieser Position erfolgreich? Und welche bisherigen Erwartungen sind möglicherweise nur Gewohnheit?
Eine gezielte Suchstrategie berücksichtigt auch Kandidaten außerhalb der üblichen Rekrutierungsmuster. Ein strukturierter Soll-Ist-Abgleich hilft anschließend, die tatsächliche Eignung zu beurteilen, statt sich auf den ersten Eindruck zu verlassen.
A-Mitarbeiter im Blick
So steigt die Chance, nicht einfach irgendeine offene Stelle zu besetzen, sondern den Mitarbeiter zu finden, der langfristig zum Unternehmenserfolg beiträgt.
Genau hier setzt find-experts® an: mit einer klaren Definition des Erfolgsprofils, einer gezielten Suchstrategie und einem systematischen Soll-Ist-Abgleich, der hilft, Fehlbesetzungen zu vermeiden.
Für dein Unternehmen brauchst du A- und keine C-Mitarbeiter – du brauchst qualifizierte Fach- und Führungskräfte. Mit dem gehirngerechten find-experts®-Ansatz gewinnst du die Mitarbeiter, die du wirklich willst und brauchst, gezielt und zeitnah. Nimm am besten gleich mit uns Kontakt auf.
Quelle: Nature
Neueste Kommentare