Die Suche nach qualifizierten Fach- und Führungskräften wird durch sogenannte „Ghost Jobs“ erschwert. Diese Stellenausschreibungen existieren oft nur auf dem Papier, was Bewerber:innen viel Zeit und Frustration kostet. Ein neuer Gesetzentwurf in New York könnte diesem Problem ein Ende setzen.
In der heutigen Arbeitswelt sind Stellenausschreibungen nicht immer das, was sie zu sein scheinen. Immer häufiger tauchen sogenannte „Ghost Jobs“ auf, bei denen sich hinter einer Anzeige keine echte offene Position verbirgt. Dies führt nicht nur zu Frustration bei den Bewerber:innen, sondern auch zu einem ineffizienten Recruiting-Prozess für Unternehmen. Der Druck auf Arbeitgeber, ihre Einstellungspraktiken zu optimieren, wächst. Ein neuer Gesetzentwurf im US-Bundesstaat New York könnte hier eine Wende herbeiführen.
Was sind Ghost Jobs und warum sind sie problematisch?
Ghost Jobs sind Stellenausschreibungen, die aus verschiedenen Gründen erstellt werden, ohne dass eine echte Vakanz besteht. Oftmals werden solche Anzeigen geschaltet, um einen Pool potenzieller Bewerber:innen zu generieren oder weil gesetzliche Vorschriften eingehalten werden müssen. Dies führt dazu, dass viele Bewerber:innen eine Menge Zeit und Energie in Bewerbungen investieren, nur um letztlich keine Rückmeldung zu erhalten.
Eine Analyse zeigt, dass die Zahl der Ghost Jobs zunimmt. Laut einer Umfrage gehen drei von fünf Jobsuchenden davon aus, bereits auf Fake-Stellenanzeigen gestoßen zu sein. Dies verdeutlicht, wie wichtig es ist, dass Unternehmen ihre Kommunikation transparent gestalten und Bewerber:innen klar informieren, wenn Positionen nicht mehr verfügbar sind.
„Ghost Jobs führen zu Frustration und Ineffizienz – sowohl für Bewerber:innen als auch für Unternehmen.“
Der neue Gesetzentwurf: Ein Schritt in die richtige Richtung
Der Gesetzentwurf in New York verpflichtet Unternehmen, bei der Veröffentlichung von Stellenanzeigen anzugeben, wann die Position besetzt werden soll. Sollte die Stelle nicht innerhalb von 30 Tagen besetzt werden, drohen Geldstrafen. Dies könnte Arbeitgeber dazu anregen, ihre Recruiting-Strategien zu überdenken und die Qualität ihrer Anzeigen zu verbessern.
Unternehmen mit mindestens 100 Mitarbeiter:innen sind von diesem Gesetz betroffen. Sie müssen sicherstellen, dass ihre Anzeigen die Realität widerspiegeln, um den Frust von Bewerber:innen zu verringern. Transparente Kommunikation ist der Schlüssel, um die besten Fach- und Führungskräfte zu gewinnen und langfristig zu binden.
„Der neue Gesetzentwurf könnte helfen, die Suche nach qualifizierten Fach- und Führungskräften nachhaltig zu verbessern.“
Ein Blick in die Zukunft der Mitarbeitergewinnung
Die Herausforderungen im Recruiting sind groß, doch mit einer strategischen Herangehensweise lassen sich diese meistern. Unternehmen sollten nicht nur darauf abzielen, Stellen zu besetzen, sondern auch sicherstellen, dass die Qualität der Bewerbungen stimmt. Ein transparentes und faires Recruiting kann dazu beitragen, die richtigen Talente zu finden und langfristig an das Unternehmen zu binden.
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Quelle: t3n
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